Erfahrungsbericht zweier Lehrkräfte des St.-Thomas-Gymnasiums Wettenhausen zu KLUGentscheiden!

– Ein Bericht von Astrid Thum –

Bildquelle: Astrid Thum

„Beherzt anpacken – den eigenen Lebenslauf gestalten“


Wohl präpariert starteten der Kollege Schuster und ich am 22. Juli 2021 unseren Modelldurchlauf „KLUGentscheiden!“ in der Klasse 11Q1. Die zwei Projekttage mit unseren Schüler:innen sollten die Erfahrungen umsetzen, die wir kurz zuvor bei unserer Hospitation an der FOS/BOS in Kulmbach gesammelt hatten, und erproben, inwiefern sich die KLUGentscheiden!-Module an unserem Gymnasium umsetzen lassen. Das Hauptziel unseres Engagements war es alle acht Module von KLUGentscheiden! dauerhaft in der P-Seminar-Phase der gymnasialen Oberstufe zu implementieren, um allen Schüler:innen ein einheitliches und wissenschaftlich fundiertes Programm zur Studien- und Berufsorientierung zu bieten und zugleich eine Methode an die Hand zu geben, die sie auch „fürs Leben lernen“ lässt, kluge Entscheidungen zu treffen.


Das Entscheidungskompetenztraining

Allein die Umstellung der Sitzordnung wirkte schon motivierend (Bildquelle: Astrid Thum)

Besonders positiv wirkten die interaktiven Elemente, wie die „Energizer“ zwischen den Modulen auf die jungen Erwachsenen. Der erste Aha-Moment stellte sich schnell mit der Unterscheidung von „Zielen“ und „Optionen“ ein. Die relative Kleinschrittigkeit des Vorgehens, also die Zerlegung der Entscheidungsfindung in Theorie, Beispiele und Anwendung in Bezug zur eigenen Person, die interaktive Durchführung aller Modulelemente sowie die spielerische und selbstständige Erarbeitung der Inhalte sicherte bei den Schüler:innen einen hohen Motivationsgrad und schließlich verblüffende und zugleich handfeste Ergebnisse.


Unser Fazit

Die großen Themen des Lebens, wie das der Studien- und Berufsorientierung, verlieren durch die Zerlegung in „kleine Häppchen“ und die übersichtliche Struktur der „Ziele“ und „Optionen“ ihren Schrecken, werden dadurch weniger „auf die lange Bank geschoben“, sondern strukturiert aufgearbeitet. Dadurch, dass die Methode auch auf „kleinere Entscheidungen des Alltags“ angewendet werden kann, kann im Kleinen geübt werden, wodurch die „großen“ Entscheidungen des Lebens auch eine sportliche Seite gewinnen.

Die Schüler:innen waren sich am Ende einig, dass sich derart präpariert und mit einem konkreten Ziel vor Augen auch die Motivation zu verstärkter Anstrengung im Unterricht leichter aufbringen lässt.

Vor dem Hintergrund dieser Erfahrung führen wir nun an unserer Schule „KLUGentscheiden!“ im Rahmen der P-Seminarsitzungen im ersten Halbjahr der Q11 durch.



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