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Herausforderung

In unserer globalisierten und digitalisierten Gesellschaft steht jungen Menschen eine geradezu überwältigende Vielfalt von Ausbildungswegen, Berufen und Lebensentwürfen offen. Diese Komplexität an Angeboten zu durchdringen und den für sich passenden Ausbildungsweg zu finden, stellt für viele junge Menschen eine der ersten großen Herausforderungen dar. Unsere Schulen unterstützen ihre Schüler*innen in vielfältiger Hinsicht. Sie informieren über mögliche Ausbildungswege und unterstützen die Schüler*innen dabei, ihre Interessen herauszufinden. Allerdings werden die Schüler*innen nicht darin unterrichtet, wie sie eine gute Entscheidungtreffe können sondern werden damit letztlich weitestgehend allein gelassen.

Doch gerade die Entscheidung, wie es nach einem Schulabschluss weitergeht, verlangt besondere Aufmerksamkeit, da sie den Lebensweg von Jugendlichen und jungen Erwachsenen nachhaltig beeinflusst.

Die hohen Abbruchquoten in Ausbildung und Studium zeigen u.a., dass viele junge Menschen in dieser konkreten Entscheidungssituation Schwierigkeiten haben.  So wurden 2017 26% der Ausbildungsverträge vorzeitig gekündigt¹ und 28% aller Bachelorstudierenden beendeten ihr Studium ohne Abschluss². Die Auswirkungen solcher Bildungsentscheidungen sind für den/die Einzelne*n erheblich und zudem auch in der Masse gesellschaftspolitisch und wirtschaftlich höchst relevant.

¹ Berufsbildungsbericht (2016) der Bundesregierung

² Heublein, U.; Richter, J.; Schmelzer, R.; Sommer, D. (2014): Die Entwicklung der  Studienabbruchquoten an den deutschen Hochschulen. Statistische Berechnungen auf der Basis des Absolventenjahrgangs 2012. Forum Hochschule 4/2014.

Empowering mit

Entscheidungskompetenz

Bei unseren Workshops an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen vermitteln wir Entscheidungskompetenzen.

Diese Fertigkeiten unterstützen Menschen darin, komplexe Entscheidungen in kleine überschaubare und beherrschbare Schritte herunter zu brechen, um dann eine bedachte und bewusste Entscheidung entsprechend der eigenen Ziele treffen zu können. Mit unseren Methoden fällt es dem/der Entscheider*in leichter, die Konsequenzen seines/ihres Handelns zu überblicken und den für ihn/sie richtigen Weg zu finden.

 

Zielsetzung

Das Ziel unserer Entscheidungskompetenztrainings liegt darin, die Qualität von Bildungsentscheidungen junger Menschen zu erhöhen. Langfristig sollen dadurch insbesondere die hohen Abbruchquoten bei Studium und Ausbildung reduziert werden. Dafür ist es erforderlich, die relevanten Kompetenzen beim Treffen von Entscheidungen zu identifizieren und Trainingskonzepte zu entwickeln, mithilfe derer diese Kompetenzen unter Berücksichtigung der didaktischen Anforderungen, Ziele und Präferenzen junger Menschen bestmöglich vermittelt werden können.

 

Die Teilnehmenden unserer Trainings bekommen Techniken vermittelt, die ihnen helfen, eigenständig die Vielzahl an Informationen nach persönlichen Prioritäten zu filtern und eine Entscheidung zu treffen, die sie langfristig glücklich macht. Dieses ist sowohl für den/die Einzelne*n als auch für die Gesellschaft vorteilhaft: Der junge Mensch geht bewusst und hochmotiviert seinen Ausbildungsweg ohne unnötige, teure und zermürbende Umwege und die Gesellschaft profitiert in der Zukunft von seiner/ihrer Fachkompetenz. Gleichzeitig findet eine positive Rückkopplung für den jungen Menschen statt: Durch das Vertrauen, die für sich selbst richtige Entscheidung getroffen zu haben, steigt das Selbstwertgefühl und die Empfänglichkeit für negative Einflüsse sinkt. Dies trägt insgesamt zu einer positiven Persönlichkeitsentwicklung bei; die besten Voraussetzungen, ein*e selbstbestimmte*r und reflektierte*r Bürger*in zu werden.

in Action